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Gedanken zum Domainhandel

Ein neuer Markt

Der Domainhandel ist ein recht neuer Markt, der von manchen Menschen sehr kritisch betrachtet wird.
Manchmal werden Domainhändler sogar als Grabber bezeichnet, die fremdes Eigentum an sich reißen und damit Geld verdienen wollen.
Das ist auch leider nicht von der Hand zu weisen, da es von Anfang an solche (Geschäfts-) Leute gab und es sie auch heute noch gibt.
Dies ist aber leider in allen Branchen so.
Wo es um Geld geht, schaltet leider bei vielen Menschen die Moral ab.
Ich möchte mich (wie auch alle meine Kollegen) von solchen Praktiken distanzieren.

Sowohl ich als Domaininhaber, als auch Sie als Interessent profitieren von einem "sauberen" Markt und von einem Angebot markenrechtlich unbedenklicher Domains.

Verkaufswege

Es gibt viele Wege um Domains zu erwerben.
Der klassische ist der direkte Kontakt zum Domaininhaber über seine Daten im jeweiligen Whois der zentralen Verwaltungsstelle wie z.B. denic für .de-Domains, nic.at für .at-Domains und nic.ch für .ch-Domains.

Da es aber Gründe gibt seine Daten nicht bekannt zu geben, ist nicht jeder Inhaber darüber zu finden.
Hier führt dann der Weg ausschließlich über Domainbörsen wie sedo, nicit oder Greatdomains.

Da oben genannte Domain-Handelsplattformen immer eine Provision verlangen, sind Domains auf diesem Wege meist teurer zu kaufen als direkt beim Inhaber.

Zudem verläuft jede Transaktion in der Regel länger als beim Direktkauf.

Domainpreise

Zu den Domainpreisen gibt es in der Welt der Domainer sehr verschiedene Ansichten.
Die einen (meistens bei ebay zu findenden) erwarten für eine fast nicht verwendbare und womöglich markenrechtlich bedenkliche Domain (z.B. Michael-Jackson-Domains) horrende Summen, von mehreren tausend bis Millionen Euro.
Die anderen verscherbeln ihre guten Domains in Foren oder auch auf ebay.

Ebenso schade ist es, wenn ein Inhaber einer zweifellos guten Domain hohe Summen von tausenden Euro erwartet und die deswegen vielleicht nie einen Endverbraucher findet.
Schade ist es deswegen, weil somit Millionen von Domains mit gutem Potential, die beim Endverbraucher (in der Regel Shop- oder Portalbetreiber) einen wahren Mehrwert für den Internetuser wären, über Jahre als reine Linkwüsten, sogenannte Parkingseiten bleiben.

Einen "gerechten" Preis zu finden ist schwierig, auch Domainprofis liegen oft weit daneben.

Der ein oder andere Domaininteressent mag schon bei Preisen von wenigen hundert Euro einwenden, daß eine Domain doch nur ein paar Euro Jahresgebühr kostet.
Das ist natürlich nachvollziebar.
Sie beachten aber zum einen nicht, daß viele Domains über Jahre keinen Käufer finden und die Preise für Domainregistrierungen noch vor wenigen Jahren umgerechnet mehrere hundert Euro betrugen und zum anderen nicht, daß jedes Geschäft, egal ob Domainhandel oder Supermarkt, Autohändler oder Baumarkt Betriebskosten hat, die durch die Verkäufe nicht nur gedeckt werden müssen, sondern (und das leuchtet jedem ein) einen Gewinn abwerfen müssen.

Somit sind Preise von 300 bis 1500 Euro für die meisten Domains sinnvoll und für den Kunden bezahlbar.
Es gibt natürlich Ausnahmen bei Begriffen von hoher wirtschaftlicher Bedeutung oder bereits bearbeiteten Domains, die beispielsweise bei Suchmaschinen indexiert sind und bei Eingabe des Suchbegriffs gute Positionen erreichen.

Am Ende entscheidet aber immer der Domaineigentümer darüber, wieviel Er oder Sie für seine Domain haben will.

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